Jakobsen Sutherland (honeybrown59)
Thieme Medical Publishers 333 Seventh Avenue, New York, NY 10001, USA.in English, German Die Pandemie des Coronavirus Disease 2019 (COVID-19), die durch das Severe Acute Respiratory Syndrome-related Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) verursacht wird, begann im Dezember 2019 in China. SARS-CoV-2 ist durch Tröpfcheninfektion leicht übertragbar. Nach einer Inkubationszeit von 1–14 Tagen zeigt COVID-19 in 80 % der beobachteten Fälle einen leichten und in 20 % einen schweren Verlauf, bei 0,3–5,8 % Letalität. Ältere Menschen und Menschen mit Grunderkrankungen haben ein höheres Risiko für schwere Verläufe mit Beatmungspflicht. Es gibt bisher weder wirksame Medikamente noch eine Impfung, somit stehen nur Public-Health-Interventionen wie einerseits physisches Abstandhalten und Hygienemaßnahmen sowie andererseits gezieltes Testen gefolgt von Isolations- und Quarantänemaßnahmen zur Verfügung. China hat gezeigt, dass ein maximaler Einsatz der Maßnahmen die Epidemie kontrollieren kann. Der weitere Verlauf und auch die Konsequenzen für die Weltwirtschaft sind zurzeit noch nicht klar vorhersehbar.in English, German HINTERGRUND Das neue, pandemische Coronavirus SARS-CoV-2 und die damit einhergehende Erkrankung COVID-19 (Coronavirus Disease 2019) stellt die medizinischen Versorgungssysteme vor große Herausforderungen. Die vorliegende Arbeit fasst die Strategie, Organisation und Maßnahmen der COVID-Taskforce des Universitätsklinikums Freiburg zusammen und berichtet über Erfahrungen und Behandlungsergebnisse von der Versorgung der ersten 115 COVID-19-Patienten. METHODEN Retrospektive, narrative Prozessbeschreibung und -analyse des Zeitraums Ende Januar bis Anfang April 2020, durchgeführt unter Mitwirken der beteiligten Departments, Kliniken und Institute des Universitätsklinikums Freiburg. Ergänzend erfolgte eine retrospektive Beobachtungsstudie mit deskriptiver statistischer Auswertung der epidemiologischen und klinischen Daten aller bis 31. März 2020 hospitalisierten COVID-19-Patienten. ERGEBNISSE Durch eine interdisziplinär zusammengesetzte Taskforce Coronavirus wurden Maßnahmen in den Bereichen ambulante Testung und Beratung, Separierung der Patientenströme sowie Eskalation der Versorgungskapazitäten auf Normal- und Intensivstationen im Sinne eines dynamischen Stufenmodells angeregt und umgesetzt. Die Versorgung der ersten 115 Patienten gelang somit ohne Entstehung von Engpässen. DISKUSSION Durch Zusammenwirken sämtlicher Disziplinen und Abteilungen des Universitätsklinikums Freiburg konnte eine adäquate Versorgung von COVID-19-Patienten sichergestellt und die Handlungsfähigkeit des Klinikums in der aktuellen Ausbruchsituation erhalten werden.in English, German EINLEITUNG Die Vorbereitungen der Gesundheitssysteme auf die Aufnahme einer großen Zahl schwerkranker COVID-19-Patienten im März/April 2020 haben erhebliche Auswirkungen auf nuklearmedizinische Abteilungen und Praxen, deren Ausmaß unbekannt ist. Ziel dieser Online-Umfrage ist es, den aktuellen Status der nuklearmedizinischen Abteilungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu erfassen. MATERIALIEN UND METHODEN Ein webbasierter Fragebogen wurde entwickelt, um die Auswirkungen der Pandemie auf stationäre und ambulante nuklearmedizinische Abteilungen zu erfassen. Die Fragen bezogen sich auf die folgenden Themen Merkmale der nuklearmedizinischen Abteilung, Auswirkungen auf die nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie, Anwendung von Empfehlungen, persönliche Schutzausrüstung (PSA) und organisatorische Anpassungen an die neuen Rahmenbedingungen. Die Umfrage war 6 Tage lang verfügbar und wurde am 20. April 2020 geschlossen. ERGEBNISSE 113 vollständige Antworten wurden erfasst und ausgeenwärtige Krise auch erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf das Gesundheitssystem haben wird, sowohl in Krankenhäusern als auch in Praxen. Da sich die Umfrage nicht an die täglichen dynamischen Veränderungen der Prioritäten anpassen kann, dient sie als eine erste Momentaufnahme, die Folgestudien u